Camaro ZL1 – Hot Version

Camaro ZL1 – Hot Version

GM präsentierte bereits Coupé und Cabrio des neuen Camaro. Was den Liebhabern amerikanischer Muscle-Cars jedoch bis dato fehlte, war ein breit gebautes, voluminöses Aggregat in der Front des Ponys. Nun hüllt sich GM nicht länger in Schweigen und präsentiert auf der New York Auto Show die Hochleistungsversion, den Chevrolet Camaro ZL1.

Bislang schien die Motorenpalette recht zugeschnürt. Als Basis-Benziner diente ein 279 PS starker Vierzylinder Turbomotor, den wohl jeder Hubraum-Enthusiast mit einem gekonnten Wegschauen im Camaro-Prospekt überlas. Akzeptabel, jedoch auf lediglich 6 Zylindern aufbauend, war da schon der 340 PS leistende, 3,6 Liter große V6-Saugmotor. Die bisherige Speerspitze war der traditionelle V8, den stolze 462 PS aus 6,2 Litern Hubraum schöpfte. Da schlagen die Herzen der US-Fans höher. Aber da geht doch eindeutig mehr, oder?

Was da nun Mitte 2016 auf den Markt kommen soll, sprengt das Verständnis eines jeden Downsizing-Befürworters, Natur- oder Ressourcenschoners. Umweltzonen, aufgepasst!

Z(iemlich) L(autstark)1

Als ZL1-Besitzer soll man sich auf dem Boulevard ebenso wohlfühlen wie auf der Rennstrecke. Um das zu garantieren benötigt es nicht nur eine standesgemäße Optik oder die entsprechende Leistungsausbeute, sondern auch den dazu passenden Klang. So pickten die Ingenieure die erfolgversprechendsten Details aus dem aufgeladenen Vierzylinder und dem bisherigen Spitzen-V8 heraus und kombinierten den V8 Motor mit einer mächtigen Zwangsbeatmung. Heraus kam ein Kompressor aufgeladener 6,2-Liter-V8, der bereits in der Corvette ZL1 mit 659 PS und 881 Nm klanggewaltig von sich aufmerksam zu machen wusste.

Im Camaro allerding leistet derselbe Motor „lediglich“ 649 PS und 868 Nm, was dem ambitionierten Fahrer beim Tritt aufs Gaspedal eher weniger auffallen sollte. Immerhin reicht auch diese Leistungsausbeute für das lautstarke Durchbrechen der 300 km/h- Marke.

Geschaltet wird im ZL1 per manuellem Sechsganggetriebe. Wer sich eher als schaltfaulen Cruiser einschätzt, darf auch gern ein passendes Automatikgetriebe mit ZEHN Stufen ordern. Geschaltet wird in diesem Fall per Paddel am Lenkrad.

Amerikanische Sportler haben es im Übrigen gelernt, mit Kurven umzugehen – vorbei sind nämlich die Zeiten der Verwendung von Starrachsen. Unter dem Chassis arbeitet ein Magnetic-Ride Fahrwerk, ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial sowie ein System, das den Fahrer ein individuelles Fahrwerkssetup erstellen lässt.

Des Weiteren befinden sich eine Klappenabgasanlage und eine Laun Control an Bord.

Z(eitlos) L(egendäres) Design

Wer um die Leistungsdaten des ZL1 weiß, dem fällt auf: Der Motor hält, was das Äußere verspricht. Die neu designten, wohl dimensionierten Lufteinlässe in der Front werden durch eine zusätzliche Spoilerlippe ergänzt.

Fette Seitenschweller leiten den Blick nach dem Passieren der endlos breiten Schultern des Camaro ZL1 zur Heckschürze, die neben einem voll funktionsfähigem Diffusor fette Endrohre parat hat. Neben dem Diffusor sorgt auch ein Spoiler auf der Heckklappe für mächtigen Abtrieb bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h.

Der bulligen Optik und den Fahrleistungen der Topmodells geschuldet, parkte GM unter den Radkästen auf 20 Zoll großen Felgen gezogene 285/30er Reifen vorn und 305/30er Schlappen hinten. Ergänzt um eine Brembo-Sportbremsanlage sorgt diese Mischung nicht nur für ein brachiales Aussehen, sondern auch für atemberaubende Verzögerungswerte.

Wer V8-Blubbern liebt, der Beschleunigung nicht wiederstehen kann, Nebengeräuschen eines Kompressors gern Aufmerksamkeit schenkt und hauptberuflich eine Tankstelle besitzt, dem sei der Chevrolet Camaro ZL 1 wärmstens ans Herz gelegt.

Nimm an der Diskussion teil

Your email address will not be published.