Der Brabus Smart – ein Krawallbruder im Check

Der Brabus Smart – ein Krawallbruder im Check

Auf kurvigen Landstraßen war der alte Brabus Smart eine herbe Enttäuschung für diejenigen, die mit dem Siegel „Brabus“ auch ein Plus an Querdynamik verbanden. Mit dem aktuellen Modell sollten sich jedoch einige Kurvenräuber warm anziehen. Eines darf ich schon vorwegnehmen: Knapp eine Tonne Leergewicht, 109 PS und 170 Nm können nun auch den Querdynamik-Tango tanzen.

Agiler trotz höherem Gewicht

In der aktuellsten Version einige Kilogramm schwerer als das Vorgängermodell, fühlt sich dieser Brabus wider erwarten agiler an – dies liegt unter anderem an der breiteren Spur an Vorder- und Hinterachse. Auch das Fahrwerk arbeitet nun deutlich fahraktiver. Straffere Federn, Dämpfer und Stabilisatoren sorgen in Verbindung mit einer zusätzlichen Senkung des Schwerpunktes um zehn Millimeter für mehr Fahrspaß. Das ESP soll regelt übrigens nicht mehr so ungehobelt, wie es im Vorgänger der Fall war. Die um die Mittellage herum direkter agierende Lenkung rundet das Gesamtgefühl vollends ab. Vor uns steht also ein wirklich sportlich gemeinter Krawallbruder – auch, wenn dies zulasten des Komforts geht.

Wie sieht´s aber mit der Längsdynamik aus? Für ansprechende Beschleunigungswerte war ja bereits der Vorgänger bekannt. Für „smartastische“ Fahrleistungen sorgt im Neuen ein 900 Kubikzentimeter großer Dreizylinder, der unter dem strengen Diktat des schneckenhausgroßen Turboladers 109 PS auf die Hinterräder stemmt. Um aus dem Stand auf Landstraßentempo zu beschleunigen, benötigt der kleinste Brabus mithilfe des serienmäßigen Sechsgang-Doppelkupplers und Launch-Control 9,5 Sekunden. Der Topspeed? Wer sich traut, kann den Fortwo bis zu 165 km/h, den Forfour bis zu 180 km/h ausquetschen.

Unverkennbar Brabus

Auch optisch bleibt der Brabus ein Brabus. Unverkennbare Front- und Heckschürzen, der Diffusor am Heck und die Abgasanlage inklusive zweier Endrohre sind über jeden Zweifel erhaben. Die hauseigenen Monoblock-IX-Felgen im Format 16- und 17-Zoll sorgen beim Fortwo ebenfalls für einen exklusiven Auftritt in der Innenstadt.

Mit einem Durchschnittsverbrauch von lediglich 4,6 Litern auf 100km ist angesichts der Fahrleistungen und im kontrastreichen Gegensatz zum Grundpreis wirklich zurückhaltend. Stolze 19.710,-€ verlangt der Hersteller für die rechtlich wirksame Übereignung und Übergabe der Schlüssel. Exklusivität hat eben seinen Preis – Wahnsinn!

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