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Studie: Technologieboom beeinflusst Nachfrage beim Autokauf

Allen Skandalen zum Trotz sind die Konsumenten noch immer bereit, viel Geld für ein Auto auszugeben. Nach den Ergebnissen des internationalen Automobilbarometers 2017 von Consors Finanz würden neun von zehn der befragten Autofahrer für ihren nächsten Neuwagen mindestens so viel Geld ausgeben wie für ihr derzeitiges Fahrzeug. Sechs von zehn sind sogar bereit, mehr auszugeben. Dabei spielt auch eine Rolle, dass das Produktangebot der Autoindustrie mit dem digitalen Zeitgeist geht. „Die traditionellen Autohersteller sind bereit, sich zu hinterfragen, und mit großen, etablierten IT-Unternehmen sowie kleinen, agilen Start-ups bringen neue Akteure aus dem Bereich der Zukunftstechnologien frischen Wind“, beobachtet Bernd Brauer, Bereichsleiter Automotive Financial Services von Consors Finanz.

Diese Entwicklung nehmen die Autofahrer positiv auf. Nach den Ergebnissen der Studie finden 72 Prozent das aktuelle Angebot sehr interessant. Diese Aufgeschlossenheit ist in den Schwellenländern mit 88 Prozent am deutlichsten ausgeprägt. Doch auch in Europa ist das Interesse mit 69 Prozent groß. 80 bis 96 Prozent der befragten Verbraucher finden zudem den Fortschritt beim Automobildesign gut.

Die Zukunft hat begonnen

Die Ansprüche der Käufer ändern sich. Neben Design, Komfort oder Motorisierung werden digitale Funktionen für die Kaufentscheidung immer wichtiger. Jeder dritte Autofahrer würde mit einem vernetzten Fahrzeug häufiger fahren, ergab bereits das Automobilbarometer 2016. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, digitalen und auch wissenschaftlichen Entwicklungen entfachen gerade einen regelrechten Technologieboom“, kommentiert Brauer. Das Auto spiele dabei eine Rolle als Innovationskatalysator. Autos von heute kommunizieren untereinander und mit der Umwelt. Digitalisierung und im nächsten Schritt das autonome Fahren verändern die Infrastruktur: weniger Staus und Unfälle, dafür mehr Komfort für Kommunikation, Unterhaltung und Shopping während der Fahrt. Damit bedient die technologische Entwicklung zugleich ein Urgefühl der Autofahrer: Für 91 Prozent der Befragten ist das Auto ein Synonym für Freiheit: Sie können, wann immer sie wollen, überall entspannt hingelangen.

Mit den neuen, digitalen Technologien erhalten Autofahrer auch während der Fahrt noch mehr Freiräume. Mithilfe intelligenter Technik warnt das Fahrzeug vor Gefahren auf der Straße. Mit dem Auto vernetzte Smartphone-Apps versorgen den Fahrer mit Musik, lesen SMS und melden, wo ein Parkplatz frei ist“, so Brauer.

Auto steht für einen freiheitlichen Lebensstil

Eine Folge dieser Entwicklung ist zugleich, dass das Auto in den Industrieländern auf der Beliebtheitsskala der Konsumenten weiterhin vor dem Smartphone rangiert. Dort erreicht das Auto die Bestnoten im Beliebtheitsvergleich: 6,7 gegenüber 6,3 für das Smartphone. In den Schwellenländern, in denen sich viele Menschen erst seit Kurzem ein Auto leisten können, genießt das Smartphone als technisches Gerät die größte Popularität, dicht gefolgt vom Auto. Bei Männern ist das Auto im Durchschnitt beliebter als das Smartphone. Bei Frauen ist es ausgeglichen. Lediglich bei den Digital Natives hat das Auto als Statussymbol allmählich ausgedient – im Gegensatz zum dauerhaft genutzten Smartphone.

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