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XS CarNight 2015 – Fightclub mit dem Wetter

Wenn Veranstaltungen buchstäblich „ins Wasser fallen“ bedeutet dies zumeist das komplette Scheitern, ein Ausbleiben von Publikum, den Ausfall geplanter Programmpunkte und traurige Gesichter von Veranstaltern, Ausstellern und Fans gleichermaßen. Nicht so bei der XS CarNight 2015 auf dem Lausitzring. Was es vor Ort zu bestaunen gab und warum die gesamte Tuningszene mit dem Lotus-Effekt überzogen schien, erfahrt ihr jetzt.

Das unbestrittene Highlight einer jeden Tuning-Saison ist unbestritten die XS CarNight, die größte Tuningshow Europas und damit eine Herzensangelegenheit für jeden Tuningfan. Vor einem Jahr sorgte die Veranstaltung im legendären Olympiastadion in Berlin für Aufsehen, dieses Jahr betrat die Szene hochrangiges Rennstreckengelände. Passend zum Motto „Fightclub“ ließ sich die PS-Gemeinde auf dem Eurospeedway Lausitz nieder, der idealen Location für die geplanten ¼-Meile-Kämpfe unter Gleichgesinnten.

Trotz des Wetters die Sonne im Herzen

Während wir uns innerhalb der Anreise über die aufkommende Hitze mit Temperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Grenze ärgerten, hofften wir bei der Ankunft auf die Rückkehr des zuvor beschimpften Wetters – es regnete nämlich unaufhörlich wie aus Eimern. Das Schlimmste befürchtend, fanden sich dann doch etliche Besucher auf dem Festival-Gelände, die die etlichen Fahrzeugreihen durchstöberten und Liebhaberstück für Liebhaberstück in aller Seelenruhe betrachteten. Das schlechte Wetter prallte schlichtweg an der guten Laune, der Begeisterung und an der Liebe zu dem auf dem Lausitzring Gebotenen ab – Wahnsinn!

Jedem Open-Air-Event hätte dieses Wetter einen Todesstoß versetzt – nicht aber dieser Tuninggemeinde. Im Regen stehend und bis auf die Haut durchnässt bestaunten die Zuschauer die – trotz des miesen Wetters stattfindenden – Drift-Events, die nunmehr literweise Wasser statt Qualm auf die Zuschauer warfen.

Summa summarum fanden sich mehr als 14.000 Besucher am Lausitzring ein, um etwa 1.400 VIP-Fahrzeuge genauer zu begutachten. Darunter befanden sich nicht nur Supercars der Marke Ferrari oder Lamborghini, sondern ebenfalls Ost-Rocker à la Trabbi oder Klassiker wie der 1er Golf. Hier wurde die gesamte Bandbreite deutlich – das Tuning-Virus findet eben überall einen passenden Wirt.

Show-Runs auf der Quarter-Mile

Das einzige Zugeständnis an das Wetter: Die geplanten ¼-Meile-Battles fielen leider aus. Lediglich drei PS-Verrückte boten den Zuschauern etwas Quarter-Mile-Flair, beschleunigten Ihre Fahrzeuge für uns auf dem vorgesehenen Areal und betäubten unsere Ohren mit Drehzahlbegrenzern, Füchsen und Blow-Off-Zischen. Die viel zu nasse Strecke ließ jedoch keinerlei Raum für Höchstgeschwindigkeiten – Schade eigentlich.

Gegen Abend schien das Wetter in seiner Vehemenz zum Glück nachzulassen. Die unaufdringliche, musikalische Beschallung und die faszinierende Licht-Inszenierung ließen in Verbindung mit dem aufhellenden Himmel das komplette Event zu einer Art Chill-Out-Zone heranwachsen.

Den Fightclub wollen sich die Veranstalter jedoch nicht nehmen lassen. Bereits wenige Stunden nach der Verabschiedung grübelten Sie über die „Nacht der 9 Sekunden“, die mit den auf der XS CarNight nicht verteilten Preisgeldern finanziert werden soll. Wir wären auf jeden Fall dabei!

Um euch einen kleinen Eindruck zu verschaffen, legen wir euch unsere Galerie wärmstens ans Herz, die unsere Highlights der XS CarNight 2015 einzufangen versucht! Welches Fahrzeug gefällt euch am besten?

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